Auf jetzt, Stuttgart! – Status-quo-Analyse zu Rassismus in der Stuttgarter Kulturlandschaft

Im Rahmen des Projekts „Auf jetzt, Stuttgart! Für eine gerechtere Kulturlandschaft“ wird untersucht, wie Rassismus in der Stuttgarter Kulturlandschaft wirkt, wo Menschen Ausschlüsse und Barrieren erfahren und welche Veränderungen notwendig sind, um Kulturelle Teilhabe gerechter zu gestalten. Die auf zwei Jahre angelegte Status-quo-Analyse richtet den Blick dabei auf unterschiedliche Perspektiven: auf Menschen, die Kulturangebote wahrnehmen oder nicht wahrnehmen, auf Künstler*innen, Mitarbeitende und Entscheidungsträger*innen in Kulturinstitutionen sowie auf weitere Akteur*innen aus Verwaltung, Förderung, Ausbildung und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Erfahrungen, Ausschlussmechanismen und Barrieren sichtbar zu machen, Wissen zu bündeln und gemeinsam konkrete Handlungsempfehlungen für eine diskriminierungssensiblere Kulturlandschaft zu entwickeln.

Begleitforschung durch das IKTf

Das IKTf übernimmt die wissenschaftliche Begleitung der Status-quo-Analyse. In einem mehrstufigen Forschungsdesign werden qualitative und quantitative Methoden kombiniert: Nach der Durchführung qualitativer Einzelinterviews mit Expert*innen folgen Gruppeninterviews mit Menschen der Stuttgarter Stadtgesellschaft und Kulturakteur*innen sowie eine quantitative Onlinebefragung von Kultureinrichtungen. Vertiefende Workshops greifen die Ergebnisse auf und dienen dazu, Ausschlussmechanismen, Barrieren und Good Practices zu diskutieren sowie Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Die Analyse wird diskriminierungskritisch und diversitätssensibel durchgeführt. Perspektiven, Stimmen und Erfahrungen marginalisierter Gruppen sollen angemessen einbezogen und die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit den Beteiligten reflektiert werden. Die Ergebnisse und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden 2027 veröffentlicht.